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Pensionswerke schlagen sich besser als erwartet / DAX-Unternehmen begrenzen Verluste bei Pensionsvermögen: Wertminderung mit rund 13 Mrd. EUR deutlich geringer als in Hochrechnungen erwartet

Grad der externen Ausfinanzierung fällt nur auf 65% und liegt damit auf dem Niveau von 2006 Die Kapitalmarktkrise hat im Geschäftsjahr 2008 sichtbare Auswirkungen auf die betrieblichen Pensionswerke der im DAX notierten Unternehmen gezeitigt. So haben sich ...

Frankfurt am Main (ots) - Grad der externen Ausfinanzierung fällt nur auf 65% und liegt damit auf dem Niveau von 2006

Die Kapitalmarktkrise hat im Geschäftsjahr 2008 sichtbare Auswirkungen auf die betrieblichen Pensionswerke der im DAX notierten Unternehmen gezeitigt. So haben sich die Pensionsverpflichtungen um rund 9% auf aktuell rund 191 Mrd. EUR verringert. Demgegenüber steht ein Wertverlust bei den Pensionsvermögen in Höhe von 13 Mrd EUR . Dieser Wert liegt erwartungsgemäß unter den im Januar vorgelegten Hochrechnungen. Der Trend zur Bildung von externem Pensionsvermögen hat sich erstmals seit 2007 verlangsamt, ist jedoch ungebrochen. So haben trotz Krise einige Unternehmen ihr Pensionsvermögen weiter aufgestockt. Insgesamt beläuft sich das für Betriebspensionen reservierte Vermögen der DAX-Unternehmen nunmehr auf rund 125 Mrd. EUR. Zugleich ist - erstmals seit Jahren des permanenten Anstiegs - der durchschnittliche Grad der externen Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen gesunken. Er liegt jetzt im DAX bei rund 65% und damit auf dem Wert von 2006.

Dies sind die Kernaussagen der Rauser Towers Perrin-Studie Pensionsverpflichtungen DAX 2008.

"Nach Jahren der überwiegend erfreulichen Entwicklung mussten die DAX-Pensionswerke 2008 erstmals einen Dämpfer hinnehmen. Der Vermögensverlust fällt allerdings deutlich geringer aus als erwartet. Er wird sich zudem in der langfristigen Perspektive, und diese ist beim Thema Renten entscheidend, relativieren", erklärt Dr. Thomas Jasper, Principal bei Towers Perrin und Studienautor. Aus seiner Sicht ist die zentrale Erkenntnis der aktuellen Geschäftsberichtsanalyse, dass die Unternehmen in der betrieblichen Altersversorgung auch in der Krise solide aufgestellt sind und auf Grundlage ihres Pension Risk Managements effektiv auf die aktuellen Herausforderungen reagieren konnten. "Ungeachtet der Krise ist die betriebliche Altersversorgung nach wie vor eine der sichersten Formen des Sparens in Deutschland. Diese Erkenntnis stimmt nicht nur Kapitalmarktteilnehmer zuversichtlich, sondern sollte auch beruhigend auf jetzige und zukünftige Betriebsrentner wirken", so Jasper.

Letztmalig hatten die DAX-Unternehmen für das Jahr 2005 eine Zunahme ihrer Pensionsverpflichtungen zu verzeichnen. Die Unternehmen mit den höchsten Pensionsverpflichtungen sind Siemens (22,7 Mrd. EUR), Volkswagen (16,0 Mrd. EUR) und Daimler (15,0 Mrd. EUR).

Im Ergebnis fallender Kurse an den Aktienmärkten konnte sich kaum ein Kapitalanleger der Finanzmarktkrise entziehen. So mussten auch die pensionsspezifischen Vermögensbestände der DAX-Unternehmen im Verlauf des zurückliegenden Geschäftsjahres einen Verlust von ca. 9% oder 13 Mrd. EUR verzeichnen. Damit liegt der Vermögensverlust deutlich unter den Hochrechnungen vom Jahresbeginn 2009, die ohne Berücksichtung von Risiko-Management-Maßnahmen noch von bis zu 18 Mrd. EUR ausgingen.

Die Unternehmen mit den höchsten Pensionsvermögen im DAX sind Siemens (20,2 Mrd. EUR), E.ON und RWE (jeweils 11,0 Mrd. EUR). Wenngleich Unternehmen wie BMW und RWE auch in der Krise Dotierungen vorgenommen haben, hat sich der Trend eines kontinuierlichen Ausbaus externer Pensionsvermögen verlangsamt. Der Grad der externen Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen liegt nunmehr im DAX bei rund 65%, nach 71% im Jahr zuvor.

Für die Zukunft kalkulieren die DAX-Unternehmen mit einem Anstieg der Leistungen aus ihrer Altersversorgung um 2,0% (2007: 1,8%). Damit liegen die Zuwachsraten bei den Betriebsrenten deutlich über dem Durchschnitt der Erhöhung der gesetzlichen Rente in den Jahren 2003 bis 2009 (0,8%), also selbst unter Berücksichtigung der aktuell beschlossenen Rentenerhöhung von 2,7% (West-Deutschland).


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