Freitag, den 03. April 2009 um 08:00 Uhr
Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2009 um 6,4% unter dem Vorjahresstand. Dies war der höchste Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat seit Januar 1999 (- 6,6%). Im Januar 2009 und im Dezember 2008 hatte die Jahresveränderungsrate - 5,4% beziehungsweise - 4,1% betragen. Gegenüber Januar 2009 sank der Einfuhrpreisindex geringfügig (- 0,1%).
Wiesbaden (ots) - Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2009 um 6,4% unter dem Vorjahresstand. Dies war der höchste Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat seit Januar 1999 (- 6,6%). Im Januar 2009 und im Dezember 2008 hatte die Jahresveränderungsrate - 5,4% beziehungsweise - 4,1% betragen. Gegenüber Januar 2009 sank der Einfuhrpreisindex geringfügig (- 0,1%).
Der Preisrückgang gegenüber Februar 2008 ist insbesondere auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger (- 25,6%) zurückzuführen. Gegenüber Januar 2008 fielen die Energiepreise um 1,7%. Die Preise für Rohöl sanken im Vorjahresvergleich um 46,3%. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 2,0% an (Januar 2009 gegenüber Dezember 2008: + 2,1%). Mineralölerzeugnisse verbilligten sich gegenüber Februar 2008 um 41,2% und sanken auch gegenüber dem Vormonat (- 0,4%), nachdem sie im Januar 2009 im Vergleich zu Dezember 2008 noch um 10,6% teurer geworden waren. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Februar 2009 um 1,2% unter dem Stand von Februar 2008 (gegenüber Januar 2009: - 0,1%).
Erdgas war zwar auch im Februar 2009 teurer als im vergleichbaren Vorjahresmonat (+ 18,0%), gegenüber Januar 2009 verbilligte es sich aber weiter (- 5,4%), im Monatsvergleich zum vierten Mal in Folge. Das Preisniveau für Steinkohle lag um 47,6% höher als im Februar 2008. Im Vormonatsvergleich verteuerten sich Steinkohleimporte um 2,3% (nach + 7,8% im Januar 2009 gegenüber Dezember 2008).
Bei den Rohstoffen waren insbesondere Nicht-Eisen-Metallerze gegenüber Februar 2008 billiger (- 39,4%), im Vergleich zu Januar 2009 stiegen auch hier die Preise (+ 4,8%). Eisenerzimporte waren im Februar 2009 um 69,6% teurer als im Vorjahresmonat und kosteten 2,6% mehr als im Januar 2009.
Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug verbilligten sich um 28,6% gegenüber dem Vorjahresmonat, verteuerten sich aber ebenfalls gegenüber dem Vormonat (+ 1,5%). Edelmetalle und deren Halbzeug wurden im Vergleich zu Januar 2009 teurer (+ 14,2%). Auch bei Rohkupfer (+ 6,4%) und Nickel (+ 1,5%) waren Preissteigerungen im Vormonatsvergleich zu beobachten.
Im Nahrungsmittelsektor fielen die Preise für Getreide gegenüber dem Vorjahresmonat um 35,4% (- 1,1% gegenüber Januar 2009). Milch und Milcherzeugnisse waren im Vergleich zu Februar 2008 um 14,8% billiger (- 1,0% gegenüber dem Vormonat).
Der Index der Ausfuhrpreise sank im Februar 2009 gegenüber Februar 2008 um 1,2%. Im Januar 2009 war er im Vorjahresvergleich um 0,9% gesunken. Gegenüber Januar 2009 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex nicht.
Eine methodische Kurzbeschreibung und weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Index der Außenhandelspreise
Veränderung
gegenüber Veränderung
Jahr / Monat 2005 = 100 Vorjahres- gegenüber
zeitraum Vormonat
% %
Index der Einfuhrpreise
2005 JD 100 + 3,4 -
2006 JD 104,4 + 4,4 -
2007 JD 105,1 + 0,7 -
2008 JD 109,9 + 4,6 -
2008 Februar 108,6 + 4,8 + 1,0
März 108,9 + 4,6 + 0,3
April 109,8 + 4,8 + 0,8
Mai 112,1 + 6,9 + 2,1
Juni 113,6 + 7,9 + 1,3
Juli 114,3 + 8,3 + 0,6
August 113,6 + 8,3 - 0,6
September 112,7 + 7,0 - 0,8
Oktober 109,1 + 2,8 - 3,2
November 106,0 - 0,7 - 2,8
Dezember 102,2 - 4,1 - 3,6
2009 Januar 101,7 - 5,4 - 0,5
Februar 101,6 - 6,4 - 0,1
nachrichtlich:
Gesamtindex ohne
Erdöl und Mineralöl-
erzeugnisse 103,5 - 1,2 - 0,1
Index der Ausfuhrpreise
2005 JD 100 + 0,9 -
2006 JD 101,8 + 1,8 -
2007 JD 103,0 + 1,2 -
2008 JD 104,8 + 1,7 -
2008 Februar 104,2 + 1,6 + 0,4
März 104,3 + 1,6 + 0,1
April 104,5 + 1,5 + 0,2
Mai 105,1 + 1,9 + 0,6
Juni 105,5 + 2,2 + 0,4
Juli 106,0 + 2,6 + 0,5
August 105,9 + 2,6 - 0,1
September 105,8 + 2,5 - 0,1
Oktober 105,1 + 1,8 - 0,7
November 104,3 + 1,1 - 0,8
Dezember 103,1 +/- 0,0 - 1,2
2009 Januar 102,9 - 0,9 - 0,2
Februar 102,9 - 1,2 +/- 0,0
JD = Jahresdurchschnitt
Weitere Auskünfte gibt: Marion Knauer, Telefon: (0611) 75-2302, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an: Statistisches Bundesamt Telefon: (0611) 75-3444 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
| Bericht: | Statistisches Bundesamt |
| Quelle: | www.presseportal.de |
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