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Gemeinsame Studie von Roland Berger Strategy Consultants, WHU, Universität Stanford und ETH Zürich: Supply Chain Management steigert Rendite

An der Studie nahmen 234 Unternehmen aus insgesamt 16 Ländern teil, darunter fünf Industriekonzerne mit einem durchschnittlichem Jahresumsatz von ca. 11,5 Mrd. EUR - Unternehmen, die ihre Supply Chain an die strategischen Erfordernisse ihres ...

München (ots) -

   - An der Studie nahmen 234 Unternehmen aus insgesamt 16 Ländern 
teil, darunter fünf Industriekonzerne mit einem
durchschnittlichem Jahresumsatz von ca. 11,5 Mrd. EUR
- Unternehmen, die ihre Supply Chain an die strategischen
Erfordernisse ihres Produktportfolios angepasst haben, erzielen
mehrheitlich eine um 4 bis 6 Prozentpunkte höhere
Gesamtkapitalrendite (ROA) als Unternehmen ohne einen solchen
Supply-Chain-Fit
- Gezielte Lieferantenauswahl und gemeinsame Nutzung von
Informationen sind entscheidend für die Flexibilität in der
Beschaffung
- Zusätzliche Daten für die Sektoren Maschinenbau,
Prozessindustrie, Konsumgüter, Elektrische Anlagen und die
Automobilindustrie
- Download der gesamten Studie unter:
www.rolandberger.com/pressreleases

Unternehmen, die auf Supply-Chain-Fit setzen und ihre Supply Chain-Struktur den speziellen Erfordernissen ihrer Produkte anpassen, erzielen deutlich überdurchschnittliche Erfolge. In Zusammenarbeit mit drei internationalen Spitzenuniversitäten hat Roland Berger Strategy Consultants erstmals nachgewiesen, dass Unternehmen ihre Performance durch optimalen Supply-Chain-Fit steigern können. Unternehmen, die ihre Supply Chain entsprechend optimiert haben, erzielen beispielsweise eine Gesamtkapitalrendite (ROA), die 4 bis 6 Prozentpunkte über der von Unternehmen ohne Supply-Chain-Fit liegt; bei Umsatzwachstum und EBIT-Marge liegt die Verbesserung zwischen 2 bis 8 Prozentpunkte. Betrachtet man die Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE) sind die Werte sogar zwischen 14 und 17 Prozentpunkten höher. Das sind die Ergebnisse der Roland Berger Studie "Global Supply Chain Management Excellence". Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 234 Unternehmen, vor allem der europäischen und US-amerikanischen verarbeitenden Industrie, darunter zahlreiche Blue-Chip-Unternehmen mit einem Umsatzvolumen über 1 Milliarde Euro. Die Studie zieht den Schluss, dass es im Supply Chain Management (SCM) von grundlegender Bedeutung ist, die Struktur der Supply Chain an die Erfordernisse der Produktpalette anzupassen: Standardprodukte erfordern eine möglichst effiziente Supply-Chain-Struktur, bei Spezialprodukten kommt es auf die schnelle Reaktion an.

"Vor allem in den Bereichen Konsumgüter und Elektroanlagen erzielen Unternehmen mit Supply-Chain-Fit erheblich bessere Unternehmenskennzahlen. Bei Elektroanlagen zum Beispiel, liegen die ROA Werte bis zu 10 Prozentpunkte über dem Durchschnitt", sagt Robert Ohmayer, Verfasser der Studie und Partner im Competence Center Operations Strategy bei Roland Berger Strategy Consultants. "Mit strategischen Entscheidungen zu ihrer Supply-Chain-Struktur nehmen Unternehmen direkt Einfluss auf die beiden Haupttreiber zur Verbesserung des ROA: die Anlagenproduktivität und die EBIT-Marge", ergänzt Ohmayer. Die spezifischen Bedürfnisse eines Unternehmens ergeben sich in erster Linie aus den speziellen Eigenschaften seiner Produkte: Standardprodukte mit langer Nutzungsdauer, geringen Kostenschwankungen, guter Prognosegenauigkeit und seltenen Bestellungsänderungen durch die Kunden erfordern eine effiziente Supply-Chain-Struktur mit geringen Kosten, hohem Bestandsumschlag und hoher Kapzitätsauslastung. Nach Kundenspezifikationen gefertigte Produkte zeichnen sich im Gegensatz dazu durch kurze Nutzungsdauer, zahlreiche Produktvarianten, geringere Prognosegenauigkeit und häufigere Änderungen der Bestellungen aus. Deshalb benötigen sie eine reaktionsschnellere Supply-Chain-Struktur mit höherer Liefersicherheit, hohem Pufferbestand, großer Kapazität und hohem Kundenservicegrad. "Die Bayer Schering AG etwa hat ihre Supply Chain strategisch mit Blick auf besondere Reaktionsschnelligkeit optimiert. Dadurch erzielt das Unternehmen hervorragende ROCE-Werte von 25,2% mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 7,5% (2004-2006)."

Der Prozentsatz der Unternehmen, die ihre Supply Chain auf die Erfordernisse ihrer Produkte abgestimmt haben, variiert von 36% in der Prozessindustrie bis zu 78% im Bereich Konsumgüter. "Offenbar gibt es in allen Branchen immer noch zahlreiche Unternehmen ohne Supply-Chain-Fit", sagt Steffen Kilimann, Verfasser der Studie und Project Manager bei Roland Berger. "Und das obwohl der durchschnittliche ROA von Unternehmen mit Supply-Chain-Fit im Zeitraum 2004-2006 für Hersteller von Standardprodukten bei 11% und für Hersteller von Spezialprodukten bei 9% lag. Das sind 6 bzw. 4 Prozentpunkte mehr als bei Unternehmen ohne Supply-Chain-Fit." Vergleichbare Ergebnisse wurden z.B.für Umsatzwachstum und EBIT-Marge ermittelt: Unternehmen mit Standardprodukten und optimierter Supply Chain erzielten 14% Umsatzwachstum (ggü. 6%) und 10% EBIT-Marge (ggü. 6%). Hersteller von Spezialprodukten hatten ein Umsatzwachstum von 13% (ggü. 8%) und eine EBIT-Marge von 10% (ggü. 8%).

Zunehmende Bedeutung von Nachfrageplanung und Prognose

Während sich die Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren bei der Optimierung ihrer Supply Chain vor allem auf die Einsparung von Kosten konzentrierten, stehen jetzt Verbesserungen bei Nachfrageplanung und Prognose an. Es hat sich gezeigt, dass die meisten Unternehmen ohne optimiertes SCM bereits Handlungsbedarf erkannt haben", sagt Robert Ohmayer.

Die vollständige Studie können Sie kostenfrei heunterladen unter: www.rolandberger.com/pressreleases

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Mehr als 2100 Mitarbeiter haben 2008 einen Umsatz von rund 670 Mio. EUR erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

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