Dienstag, den 23. August 2011 um 11:33 Uhr
Zwei Vordenker für die Herausforderungen weltweit offener Arbeitsmärkte werden am Donnerstag in Oslo mit dem diesjährigen Preis für Arbeitsmarktforschung des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) ausgezeichnet: Die US-Ökonomen George J. Borjas (Harvard University) und ...
Bonn (ots) - Zwei Vordenker für die Herausforderungen weltweit offener Arbeitsmärkte werden am Donnerstag in Oslo mit dem diesjährigen Preis für Arbeitsmarktforschung des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) ausgezeichnet: Die US-Ökonomen George J. Borjas (Harvard University) und Barry R. Chiswick (George Washington University) erhalten die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre wegweisenden Forschungsarbeiten zur weltweiten Migration und deren Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte und Sozialsysteme.
Mit ihren Arbeiten haben Borjas und Chiswick der Migrationsforschung international zum Durchbruch verholfen. IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann: "George Borjas und Barry Chiswick sind heute auf ihrem Gebiet weltweit führend. Ihre Veröffentlichungen liefern grundlegende Antworten auf einige der drängendsten Fragen der globalen Ökonomie. Sie haben viele weitere Forschungsarbeiten angeregt und der Politik wichtige Handlungslinien aufgezeigt. Zugleich leisten sie einen wertvollen Beitrag für ein besseres Verständnis der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung von Arbeitsmigration in der breiten Öffentlichkeit."
Der seit 2002 jährlich verliehene IZA Prize in Labor Economics ist die weltweit wichtigste Auszeichnung auf dem Gebiet der Arbeitsökonomie. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Dale Mortensen und Christopher Pissarides, die 2010 auch mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet wurden. Mit der Wahl der diesjährigen Preisträger unterstreicht das IZA die große Bedeutung einer fundierten Migrationsforschung angesichts der rasant wachsenden Mobilität auf den weltweiten Arbeitsmärkten. Die Arbeit von Borjas und Chiswick haben auch die Forschungstätigkeit des IZA maßgeblich beeinflusst. So baut das aktuelle IZA-Reformmodell für ein Punktesystem zur bedarfsorientierten Steuerung der Zuwanderung nach Deutschland in wichtigen Teilen auf Erkenntnissen der beiden US-Wissenschaftler auf.
Informationen zum IZA-Preis: www.iza.org/prize Programm der Preisverleihung in Oslo: www.iza.org/prize2011/program
| Bericht: | Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH (IZA) |
| Quelle: | www.presseportal.de |
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