Finanzkrisenspecial

Kapitalmärkte - Geldanlagen - Kredite

EZB Wechsel Kurse
Currency EUR 
2010-09-09
USD 1.2697
CAD 1.3310
CHF 1.2837
DKK 7.4457
GBP 0.82205
JPY 106.41
SEK 9.2710
NOK 7.8810
AUD 1.3845
RON 4.2875
USD 1.2697

Zahl der Firmenpleiten steigt um 4,5 Prozent

Hamburg (pts/21.07.2010/08:40) - Im ersten Halbjahr 2010 wurden 17.178 Unternehmen zahlungsunfähig. Damit steigen die Insolvenzfallzahlen um 4,48 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (16.441). Dennoch fällt die Pleitestatistik für das laufende Jahr moderater aus als befürchtet: Die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel geht in ihrer aktuellen Studie für 2010 von einem leichten Anstieg um drei bis vier Prozent aus und prognostiziert bis zu 35.000 Fälle. "Dennoch müssen immer noch mehr Unternehmen ein Insolvenzverfahren eröffnen als zum Zeitpunkt der Finanzkrise. Noch ist kein wirtschaftliches Gleichgewicht erreicht", betont Bürgel-Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin.

Spitzenreiter bei den Firmeninsolvenzen auf Länderebene ist im ersten Halbjahr bei den absoluten Zahlen Nordrhein-Westfalen (3.305 Fälle). Auf den folgenden Plätzen rangieren Bayern mit 2.258 Pleiten, Baden-Württemberg (1.863) und Niedersachsen (1.781).

Bringt man die Statistik in Beziehung zur Firmendichte in den jeweiligen Ländern, dann ereigneten sich in Hamburg mit 29 Fällen je 10.000 Firmen am wenigsten Firmeninsolvenzen. Auch in Bayern (38), Baden-Württemberg, dem Saarland und Thüringen (je 40 Fälle) sind die Fallzahlen vergleichsweise niedrig. Diese Länder liegen unterhalb des Bundesdurchschnitts mit 46 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.

Den schlechtesten Wert verzeichnet - weit abgeschlagen - Bremen mit 80 Insolvenzen je 10.000 Firmen. Aber auch in Sachsen-Anhalt (67 Fälle je 10.000 Unternehmen), Schleswig-Holstein (62) und in Berlin (59) zeigen sich erhöhte Werte.

Den stärksten Anstieg bei den Insolvenzzahlen um 25,3 Prozent auf 1.316 Fälle meldet im ersten Halbjahr 2010 Hessen. Aber auch in Bayern (plus 22,66 Prozent; 1. Halbjahr 2010: 2.258) und Niedersachsen (plus 21,65 Prozent; 1. Halbjahr 2010: 1.781) ereignen sich zunehmend viele Pleiten. Unterdessen ist die Insolvenzstatistik im Saarland mit minus 29,79 Prozent rückläufig - ebenso in Nordrhein-Westfalen (minus 22,36 Prozent), Thüringen (minus 17,99 Prozent) und Hamburg (minus 8,20 Prozent).

Am stärksten berühren die Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr 6.977 Gewerbebetriebe. Das entspricht einem Anteil von 41 Prozent an allen im Untersuchungszeitraum gemeldeten Firmeninsolvenzen. 35 Prozent aller Pleiten gehen unterdessen auf das Konto der Rechtsform GmbH. Hier wurden im Untersuchungszeitraum 5.982 Unternehmen zahlungsunfähig. Hinsichtlich des Firmenalters mussten vor allem Unternehmen, die erst bis zu zwei Jahre am Markt agieren, beachtlich Federn lassen - mit einem Anteil von 18 Prozent an der Insolvenzstatistik. Am glimpflichsten kamen indes die Firmen davon, die bereits mehr als 50 Jahre existieren.

Auch wenn die Fallzahlen geringer als erwartet und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen günstig ausfallen - Stichwort: stark gestiegene Exportleistung (Statistisches Bundesamt) und prognostiziertes Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent (IWF) -, ist die Entwicklung im ersten Halbjahr für die deutsche Wirtschaft nicht zu unterschätzen: Die vier Hauptursachen für das nach wie vor hohe Maß an Firmenpleiten sind erstens das Ausbleiben neuer bzw. die Stornierung oder die Verschie-bung bereits erteilter Aufträge. Zweitens sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz reißen.

Drittens ist die restriktive Kreditvergabe der Banken mitverantwortlich an dem Pleitetrend auf weiterhin hohem Niveau. Viertens haben viele Unternehmen auch innerbetriebliche Fehler begangen: bei der Führung, durch fehlende Kontrollen und die mangelnde strukturelle Anpassung sowie veraltete Technologien.

Die gesamte Studie ist unter http://www.buergel.de hinterlegt.

Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG ist mit 60 Büros in Deutschland eines der führenden Unternehmen für Wirtschafts- und Bonitätsinformationen sowie Inkassodienstleistungen. BÜRGEL ist ein Tochterunternehmen der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG (Allianz Group) und der KG EOS Holding GmbH & Co. KG (Otto Group).

(Ende)

Aussender: BÜRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG
Ansprechpartner: Herr Oliver Ollrogge
Tel.: +49 (0)40-898 03-582
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

[ Quelle: http://pressetext.com/news/100721007/ ]
[ Fotos: http://pressetext.com/show_attach.mc?pte=100721007 ]

Brandaktuell

Bauernhofurlaub.de unterstützt dauerhaft ...

Rieden/Gomaringen/Kenia (pts/09.09.2010/12:00) - Der Mully Children's Family-Chor tourt ...
Lesen Sie mehr

Gemafreie Musikflatrate für Werbeprofis

Werther, Westfalen (pts/09.09.2010/11:20) - Das Portal gemalos.de http://www.gemalos.de macht ...
Lesen Sie mehr

Sie suchen einen schnellen, unkomplizierten und sicheren Kredit? Mit dem fairen Online-Kredit von easyCredit können Sie sich Ihre Wunschfinanzierung ermöglichen.

Werbung

Führungswechsel bei der KWI Engineers GmbH

St. Pölten/Wien (pts/09.09.2010/11:18) - Die KWI Engineers GmbH, ein Tochterunternehmen der ...
Lesen Sie mehr

A1 bringt Windows Phone 7 Ende Oktober nach ...

Wien (pts/09.09.2010/11:11) - Als wichtigster Partner beim Start von Windows Phone 7 bringt A1 ...
Lesen Sie mehr

FEEI-Branchenforen: Top-Kampagnen sorgen für ...

Wien (pts/09.09.2010/11:00) - Rasanter Technologiewandel als Schlüssel für regelmäßiges Wachstum
Lesen Sie mehr

Jeder zweite Österreicher ist ein Sammler

Wien (pts/09.09.2010/10:25) - Suchen, verhandeln, kaufen, tauschen: eBay hat in einer ...
Lesen Sie mehr

Wolfgang Ambros live in der Scholl Halle in ...

Tattendorf (pts/09.09.2010/10:00) - Nach einem ausverkauften Konzert in Dornbirn gibt sich der ...
Lesen Sie mehr

Mit Holzfasern Brennstoffe und Heizkosten sparen

Wuppertal (pts/09.09.2010/10:00) - Fossile Brennstoffe wie Öl und Gas kann in nennenswertem ...
Lesen Sie mehr

YOC entwickelt iPad Applikation für die ...

Berlin (pts/09.09.2010/09:45) - Für ihren langjährigen Kunden Deutsche Post - einer der ...
Lesen Sie mehr

Neue OZ: Kommentar zu Banken / Finanzkrise

Harte Probe Nichts als Stress. Gerade erst haben sich europäische Banken neuen Belastungstests ...
Lesen Sie mehr

Altran übernimmt Xype Gruppe

Frankfurt (pts/08.09.2010/16:48) - Als weiterer konsequenter Schritt in der ...
Lesen Sie mehr

ADX Energy: Lambouka-Bohrung fündig

Wien (pts/08.09.2010/16:34) - Das australisch-österreichische Explorationsunternehmen ADX ...
Lesen Sie mehr

easy.GO vom 21. bis 24. September auf der ...

Jena/Wien (pts/08.09.2010/16:19) - Vom 21. bis 24. September 2010 ist es soweit - die beiden ...
Lesen Sie mehr