Finanzkrisenspecial

Kapitalmärkte - Geldanlagen - Kredite

EZB Wechsel Kurse
Currency EUR 
2012-02-09
USD 1.3274
CAD 1.3199
CHF 1.2114
DKK 7.4328
GBP 0.83495
JPY 102.11
SEK 8.8285
NOK 7.6290
AUD 1.2251
RON 4.3505
USD 1.3274

Zahl der Firmenpleiten steigt um 4,5 Prozent / Prognose für das Gesamtjahr fällt moderat aus (mit Bild)

Im ersten Halbjahr 2010 wurden 17.178 Unternehmen zahlungsunfähig. Damit steigen die Insolvenzfallzahlen um 4,48 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (16.441). Dennoch fällt die Pleitestatistik für das laufende Jahr moderater aus als befürchtet: Die ...

Hamburg (ots) - Im ersten Halbjahr 2010 wurden 17.178 Unternehmen zahlungsunfähig. Damit steigen die Insolvenzfallzahlen um 4,48 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (16.441). Dennoch fällt die Pleitestatistik für das laufende Jahr moderater aus als befürchtet: Die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel geht in ihrer aktuellen Studie für 2010 von einem leichten Anstieg um drei bis vier Prozent aus und prognostiziert bis zu 35.000 Fälle. "Dennoch müssen immer noch mehr Unternehmen ein Insolvenzverfahren eröffnen als zum Zeitpunkt der Finanzkrise. Noch ist kein wirtschaftliches Gleichgewicht erreicht", betont Bürgel-Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin.

Spitzenreiter bei den Firmeninsolvenzen auf Länderebene ist im ersten Halbjahr bei den absoluten Zahlen Nordrhein-Westfalen (3.305 Fälle). Auf den folgenden Plätzen rangieren Bayern mit 2.258 Pleiten, Baden-Württemberg (1.863) und Niedersachsen (1.781).

Bringt man die Statistik in Beziehung zur Firmendichte in den jeweiligen Ländern, dann ereigneten sich in Hamburg mit 29 Fällen je 10.000 Firmen am wenigsten Firmeninsolvenzen. Auch in Bayern (38), Baden-Württemberg, dem Saarland und Thüringen (je 40 Fälle) sind die Fallzahlen vergleichsweise niedrig. Diese Länder liegen unterhalb des Bundesdurchschnitts mit 46 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.

Den schlechtesten Wert verzeichnet - weit abgeschlagen - Bremen mit 80 Insolvenzen je 10.000 Firmen. Aber auch in Sachsen-Anhalt (67 Fälle je 10.000 Unternehmen), Schleswig-Holstein (62) und in Berlin (59) zeigen sich erhöhte Werte.



www.bankofscotland.de

Den stärksten Anstieg bei den Insolvenzzahlen um 25,3 Prozent auf 1.316 Fälle meldet im ersten Halbjahr 2010 Hessen. Aber auch in Bayern (plus 22,66 Prozent; 1. Halbjahr 2010: 2.258) und Niedersachsen (plus 21,65 Prozent; 1. Halbjahr 2010: 1.781) ereignen sich zunehmend viele Pleiten. Unterdessen ist die Insolvenzstatistik im Saarland mit minus 29,79 Prozent rückläufig - ebenso in Nordrhein-Westfalen (minus 22,36 Prozent), Thüringen (minus 17,99 Prozent) und Hamburg (minus 8,20 Prozent).

Am stärksten berühren die Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr 6.977 Gewerbebetriebe. Das entspricht einem Anteil von 41 Prozent an allen im Untersuchungszeitraum gemeldeten Firmeninsolvenzen. 35 Prozent aller Pleiten gehen unterdessen auf das Konto der Rechtsform GmbH. Hier wurden im Untersuchungszeitraum 5.982 Unternehmen zahlungsunfähig. Hinsichtlich des Firmenalters mussten vor allem Unternehmen, die erst bis zu zwei Jahre am Markt agieren, beachtlich Federn lassen - mit einem Anteil von 18 Prozent an der Insolvenzstatistik. Am glimpflichsten kamen indes die Firmen davon, die bereits mehr als 50 Jahre existieren.

Auch wenn die Fallzahlen geringer als erwartet und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen günstig ausfallen - Stichwort: stark gestiegene Exportleistung (Statistisches Bundesamt) und prognostiziertes Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent (IWF) -, ist die Entwicklung im ersten Halbjahr für die deutsche Wirtschaft nicht zu unterschätzen: Die vier Hauptursachen für das nach wie vor hohe Maß an Firmenpleiten sind erstens das Ausbleiben neuer bzw. die Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Aufträge. Zweitens sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz reißen.

Drittens ist die restriktive Kreditvergabe der Banken mitverantwortlich an dem Pleitetrend auf weiterhin hohem Niveau. Viertens haben viele Unternehmen auch innerbetriebliche Fehler begangen: bei der Führung, durch fehlende Kontrollen und die mangelnde strukturelle Anpassung sowie veraltete Technologien.

Die ausführliche Studie ist unter www.buergel.de hinterlegt

Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG ist mit 60 Büros in Deutschland eines der führenden Unternehmen für Wirtschafts- und Bonitätsinformationen sowie Inkassodienstleistungen. BÜRGEL ist ein Tochterunternehmen der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG (Allianz Group) und der KG EOS Holding GmbH & Co. KG (Otto Group).

 

Brandaktuell

Riverbed: Neuer architektonischer Ansatz zur ...

Wien (pts025/09.02.2012/13:20) - Die Edge Virtual Server Infrastruktur (Edge-VSI) des ...
Lesen Sie mehr

Riverbed erweitert Steelhead-Produktfamilie ...

Wien (pts022/09.02.2012/12:45) - Das IT-Performance-Unternehmen Riverbed Technology (NASDAQ: ...
Lesen Sie mehr

Cisco Sicherheitsstudie: Mobile Geräte, ...

Wien (pts021/09.02.2012/12:35) - Mobile Geräte, Cloud-Dienste und soziale Medien werden die ...
Lesen Sie mehr

Orange Service App seit 2010 Bestseller im ...

Wien (pts019/09.02.2012/12:10) - - Bereits 100.000 Downloads - Kostenkontroll App für iPhone, ...
Lesen Sie mehr

FMK: Täglich 4.500 Notrufe via Euro-Notruf 112

Wien (pts017/09.02.2012/11:35) - Anlässlich des Tages des Euro-Notrufs 112 am 11. Februar ...
Lesen Sie mehr

IQ mobile realisiert Augmented ...

Wien (pts009/09.02.2012/10:00) - Die Mobile Marketing Agentur IQ mobile realisiert eine ...
Lesen Sie mehr

Neuer Onlineshop für Drucksachen in Österreich

Neustadt an der Aisch (pts008/09.02.2012/10:00) - Ab Februar 2012 begrüßt die Onlineprinters ...
Lesen Sie mehr

SEQIS Bewerber-Offensive

Mödling (pts007/09.02.2012/10:00) - Teamerweiterung als Zeichen für Kompetenz, Flexibilität ...
Lesen Sie mehr

Sekt: Prickelnder Begleiter für den Valentinstag

Wiesbaden (pts006/09.02.2012/09:30) - Sekt ist der Begleiter schöner Feste, aber auch ...
Lesen Sie mehr

Bierwelten.de - Alles, rund um das Thema Bier und Brauwesen. Hier erfahrt ihr mehr über Bier, die Geschichte des Bieres, das Brauen und die Bierherstellung.

Werbung