Mittwoch, den 20. Januar 2010 um 22:00 Uhr
Union und FDP wollen den Ausstieg aus dem Atomausstieg. Die Kanzlerin spricht von einer "Brückentechnologie". Doch wann endet die Brücke? 2030, 2050 oder gar nicht? Viele Länder wie die USA, Frankreich oder China setzen ...
Osnabrück (ots) - Union und FDP wollen den Ausstieg aus dem Atomausstieg. Die Kanzlerin spricht von einer "Brückentechnologie". Doch wann endet die Brücke? 2030, 2050 oder gar nicht? Viele Länder wie die USA, Frankreich oder China setzen beim künftigen Energiemix wie selbstverständlich auf die Nuklearenergie - neben Kohle, Gas und regenerativen Energien. Nichts anderes tun auch oft gescholtene deutsche Konzerne wie RWE und Eon, die etwa in die größte Offshore-Windfarm investieren, die Großbritannien bauen lässt.
Dagegen wird in Deutschland der alte Atomstreit stets äußerst emotional ausgetragen. Der Bau neuer Nuklearanlagen erscheint undenkbar. Fest steht aber: Wer aus Kernkraft und Kohle jetzt aussteigen will, täuscht sich. Oder wie soll die Versorgungslücke geschlossen werden? Und zu welchem Preis? Die Industrie benötigt Planungssicherheit. Ebenso die Verbraucher, die zu Recht über hohe Strompreise klagen. Umweltverträglich, verlässlich und bezahlbar: Diese Kriterien muss ein neues Energiekonzept abdecken, das Deutschland zügig braucht.
| Bericht: | Neue Osnabrücker Zeitung |
| Quelle: | www.presseportal.de |
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