Finanzkrisenspecial

Kapitalmärkte - Geldanlagen - Kredite

EZB Wechsel Kurse
Currency EUR 
2012-02-09
USD 1.3274
CAD 1.3199
CHF 1.2114
DKK 7.4328
GBP 0.83495
JPY 102.11
SEK 8.8285
NOK 7.6290
AUD 1.2251
RON 4.3505
USD 1.3274

Staatsdefizit beträgt 17,3 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2009

Das Finanzierungsdefizit des Staates betrug im ersten Halbjahr 2009 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 17,3 Milliarden Euro. Nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch ein Überschuss von gut 7 Milliarden Euro realisiert wurde, machte sich 2009 die Wirtschafts- und Finanzkrise in den Haushalten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung deutlich bemerkbar.

    Wiesbaden (ots) - Das Finanzierungsdefizit des Staates betrug im ersten Halbjahr 2009 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 17,3 Milliarden Euro. Nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch ein Überschuss von gut 7 Milliarden Euro realisiert wurde, machte sich 2009 die Wirtschafts- und Finanzkrise in den Haushalten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung deutlich bemerkbar. Bei den Einnahmen war erstmals wieder seit 2004 ein Rückgang um 1,1% zu verzeichnen, während sich die Ausgaben des Staates im ersten Halbjahr 2009 um 3,5% erhöhten.

    Auf der Einnahmeseite blieben insbesondere die Steuern, die rund die Hälfte der gesamten Einnahmen des Staates ausmachen, im ersten Halbjahr 2009 hinter dem entsprechenden Vorjahreswert zurück (- 3,8%). Besonders stark war dabei der Einbruch bei den Einkommen- und Vermögensteuern, deren Aufkommen im ersten Halbjahr 2009 um 6,7% geringer ausgefallen ist. Hier wirkte sich vor allem der Einbruch bei der Körperschaftsteuer (- 46,0%) und der vom Ausland erhaltenen Steuern (- 26,8%) aus. Dagegen ist der Rückgang bei den von den privaten Haushalten gezahlten Einkommen- und Vermögensteuern mit - 2,1% vergleichsweise moderat ausgefallen, vor allem weil die Auswirkungen des im Vorjahr ergangenen Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Pendlerpauschale in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen bereits 2008 erfasst wurden. Die Einnahmen aus Produktions- und Importabgaben sind im ersten Halbjahr 2009 ebenfalls (- 1,0%) geringer ausgefallen. Höhere Einnahmen konnte der Staat insbesondere bei Sozialbeiträgen (+ 3,4%), Verkäufen (+ 0,8%) und bei den Vermögenseinkommen (+ 4,5%), zu denen Zinseinnahmen, der abgeführte Bundesbankgewinn sowie sonstige Ausschüttungen und Pachten zählen, realisieren.

    Bei den Ausgaben verzeichneten alle bedeutenden Ausgabenpositionen deutliche Zuwächse. Insbesondere die Ausgaben für Vorleistungen (+ 7,3%), soziale Sachleistungen (+ 5,0%) und monetäre Sozialleistungen (+ 4,4%) erhöhten sich überdurchschnittlich. Bei den beiden letztgenannten Ausgabenpositionen machten sich einige Neu- beziehungsweise Sonderegelungen wie die Honorarreform für niedergelassene Ärzte, die Berücksichtigung der anteiligen Erhöhungsrate für Tarifsteigerungen im Preissystem (Landesbasisfallwerte) für Krankenhäuser, die Erhöhung des Kindergeldes sowie der einmalig gewährte Kinderbonus bemerkbar. Der Anstieg der Subventionen (+ 11,2%) ist wesentlich auf die Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit für die von den Unternehmen bei Kurzarbeitern zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge zurückzuführen. Geringere Ausgaben waren im ersten Halbjahr 2009 bei den geleisteten Vermögenseinkommen (- 5,8%), sonstigen Transfers (- 4,8%) und den Vermögenstransfers (- 2,9%) zu verzeichnen. Letztere waren im Vorjahr unter anderem wegen der Buchung einiger staatlicher Stützungsmaßnahmen zugunsten von Banken höher ausgefallen.

    Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1 168,3 Milliarden Euro) errechnet sich aus dem Finanzierungssaldo eine Defizitquote von - 1,5% für das erste Halbjahr 2009.

    Am 15. Juli 2009 hat das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) eine Entscheidung zur Buchung bestimmter staatlicher Maßnahmen zur Stützung von Finanzinstituten im Zuge der Finanzmarktkrise veröffentlicht. Die Entscheidung ist für die Berechnung des staatlichen Finanzierungssaldos bindend. Das Statistische Bundesamt hat die aus der Entscheidung resultierenden Vorgaben umgesetzt und die Ergebnisse für die Berichtsjahre 2007 und 2008 wie folgt korrigiert:

Finanzierungssaldo des Staates in Milliarden Euro

Berichtsjahr          bisher          neu
2007                        - 4,2            4,7
2008                        - 3,2            1,0

Damit hat der Staat sowohl in 2007 als auch in 2008 einen positiven Finanzierungssaldo erzielt.

Hierbei handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 1995. Die Daten beinhalten nicht die Einnahmen/Ausgaben aus Swapgeschäften. Insoweit sind sie nicht vergleichbar mit den Jahresdaten, die für das europäische Verfahren bei einem übermäßigen staatlichen Defizit (Maastricht-Vertrag) maßgebend sind.

Weitere Auskünfte gibt: Thomas Forster, Telefon: (0611) 75-2795, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an: Statistisches Bundesamt Telefon: (0611) 75-3444 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.   


Brandaktuell

FMK: Täglich 4.500 Notrufe via Euro-Notruf 112

Wien (pts017/09.02.2012/11:35) - Anlässlich des Tages des Euro-Notrufs 112 am 11. Februar ...
Lesen Sie mehr

Schweizer ITIL Studie 2012 am Swiss ITSMF Forum

Zürich (pts015/09.02.2012/11:20) - Bereits zum fünften Mal veranstaltet der HDSV (Helpdesk ...
Lesen Sie mehr

WebFOCUS Express: Bessere Entscheidungen mit ...

Wien (pts013/09.02.2012/11:15) - Kennzahlen gehören zum Geschäftsalltag. Ohne sie ist es ...
Lesen Sie mehr

CeBIT 2012: United Planet zeigt webbasierende ...

Freiburg (pts014/09.02.2012/11:15) - United Planet zeigt als Mitaussteller von All for One ...
Lesen Sie mehr

Gelbe Seiten bietet ab sofort auch Bewertungen

Frankfurt am Main (pts011/09.02.2012/10:45) - Gelbe Seiten ist eine der umfassendsten ...
Lesen Sie mehr

Kostenlose Vorbereitung auf Auswahltests in ...

München (pts005/09.02.2012/07:15) - Wer sich demnächst um Arbeits-, Ausbildungs- oder ...
Lesen Sie mehr

SECURITY EXPO 2012 in Südkorea wird am 14. ...

SECURITY EXPO 2012 in Südkorea wird am 14. März eröffnet ...
Lesen Sie mehr

Gernot Engel wird Client Service Manager bei ...

Wien (pts009/08.02.2012/10:30) - Niederösterreicher aus Krems an der Donau übernimmt ...
Lesen Sie mehr

Olivier Martens neuer Leiter des B2B-Bereichs ...

Wien (pts008/08.02.2012/10:20) - UPC, Österreichs Multimedia-Provider mit innovativen ...
Lesen Sie mehr

Bierwelten.de - Alles, rund um das Thema Bier und Brauwesen. Hier erfahrt ihr mehr über Bier, die Geschichte des Bieres, das Brauen und die Bierherstellung.

Werbung