Donnerstag, den 30. Juli 2009 um 09:05 Uhr
Deloitte-Ausblick "Adapting to a changing landscape" für die chemische Industrie zeigt: Flexibilität ist Trumpf Wird sich die Chemiebranche weiter fragmentieren? Wird die Weiterentwicklung einzelner Unternehmen aus der Übernahme von Marktanteilen resultieren ...
Stuttgart/München (ots) - Deloitte-Ausblick "Adapting to a changing landscape" für die chemische Industrie zeigt: Flexibilität ist Trumpf
Wird sich die Chemiebranche weiter fragmentieren? Wird die Weiterentwicklung einzelner Unternehmen aus der Übernahme von Marktanteilen resultieren oder kann der Markt insgesamt wachsen? Diese Fragen sind derzeit kaum zu beantworten - sicher ist aber: Die Flexibelsten stehen nach der Krise am besten da. Wer mit Innovationen neue Geschäftsfelder erobern kann und in der Lage ist, die Bedürfnisse der Kunden in den verschiedenen globalen Wirtschaftsräumen genau zu verstehen, ist beim nächsten Aufschwung ganz vorne mit dabei. Regional wird Asien, insbesondere China, deutlich eher Aufwärtsbewegungen für die chemische Industrie erkennen lassen als z.B. Deutschland - wie der Deloitte-Ausblick "Adapting to a changing landscape" konstatiert.
"Die Aufträge brechen ein, die Erträge schrumpfen: Die Produktion der chemischen Industrie ist aktuell um zehn Prozent zurückgegangen. Jetzt ist es Zeit, die eigene Unternehmensstrategie grundlegend zu überdenken", kommentiert Enrik Schiller, Partner Manufacturing von Deloitte.
Neue Business-Modelle gefragt
Wie Unternehmen die Krise überstehen, hängt auch davon ab, ob sie davor z.B. beim Cash Management gut aufgestellt waren. Entscheidend wird aber sein, ob sie sich den raschen und kaum vorhersehbaren Veränderungen des Markts stellen können - von der flexiblen Synchronisierung der Nachfrage und Produktion über neue Business-Modelle bis hin zu einer intensivierten Forschungs- und Entwicklungsarbeit.
Branche im Umbruch
Flexibilität ist auch deshalb so entscheidend für die Überlebensfähigkeit von Chemieunternehmen, weil diese Krise eine Zäsur der gesamten Branche markiert. Es gibt mehr Fragen als Antworten: Werden die schwächeren Unternehmen von den stärkeren absorbiert oder fragmentiert sich die Branche weiter? Sicher scheint: Es wird insgesamt weniger Produktionsstätten geben und die Kapazitäten westlicher Anbieter werden sich beschleunigt vor allem nach Asien auslagern.
China bleibt Motor
Nach Verlassen der Talsohle stellt sich die Frage nach den künftigen Expansionsmöglichkeiten des Marktes. Hier befürchten die Experten ein auf Jahre deutlich verlangsamtes Wachstum. Wachstumsmotor bleibt weiterhin China, wobei eine leichte Erholung bereits für dieses Jahr antizipiert wird. In Deutschland dagegen ist eine entsprechende Entwicklung derzeit nicht sichtbar. Die Prognosen werden allerdings durch die vorübergehende Wirkung der jeweiligen Konjunkturpakete erschwert, da diese die "echten" Wachstumsimpulse verdecken.
"In den nächsten zwei Jahren werden Konsolidierungen von Produktionskapazitäten eine wichtige Rolle in der Chemiebranche spielen. Gewinner werden diejenigen sein, die sich am schnellsten verändern und ein noch tieferes Markt- und Kundenverständnis erarbeiten können - Anpassungsfähigkeit spielt dabei eine ebenso zentrale Rolle wie ein solides Finanzmanagement", so Enrik Schiller.
Den vollständigen Bericht finden Sie unter http://www.deloitte.com/dtt/article/0,1002,cid%253D270059,00.html zum Download - des Weiteren werden wir Ende des Jahres mit "Chemical 2020" eine ausführliche Studie zu diesem Sektor veröffentlichen.
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| Bericht: | Deloitte |
| Quelle: | www.presseportal.de |
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