Montag, den 15. Juni 2009 um 12:17 Uhr
Die Maßnahmen der produzierenden Unternehmen mit der Wirtschaftskrise fertig zu werden lauten: Produktionsflexibilität vergrößern (zum Beispiel durch Insourcing), Verbesserung der Liquidität, Reduzierung von Ausfallrisiken bei Lieferanten und Kompensieren von ...
Frankfurt (ots) - Die Maßnahmen der produzierenden Unternehmen mit der Wirtschaftskrise fertig zu werden lauten: Produktionsflexibilität vergrößern (zum Beispiel durch Insourcing), Verbesserung der Liquidität, Reduzierung von Ausfallrisiken bei Lieferanten und Kompensieren von Umsatzrückgängen durch zusätzliche produktbezogene Dienstleistungen. Das zeigt eine aktuelle Studie, für die die internationale Unternehmensberatung PRTM Management Consultants jetzt 80 weltweit operierende Unternehmen (davon 48 aus Deutschland) der Branchen Automobil- und Maschinenbau, Elektronik, Chemie und Konsumgüter befragt hat. Damit liefert die Studie ein repräsentatives Bild der aktuellen Krisenreaktionsstrategien insbesondere der deutschen Industrie. Die Studie mit dem Titel "Flexibility in Times of Crisis" (Flexibilität in Krisenzeiten) kann kostenlos bei PRTM angefordert werden.
Branchenübergreifend überragende Bedeutung gewinnt das Liquiditätsmanagement. Bestandsreduzierung ist dabei für zwei von drei Befragten (74%) am wichtigsten, gefolgt von aktivem Forderungsmanagement (40%) sowie der Verbesserung der Verbindlichkeiten (40%). "Angesichts der derzeit zu beobachtenden Zurückhaltung des Bankensektors bei der Kreditvergabe, sind die Unternehmen gut beraten, nicht unnötig Kapital abfließen zu lassen und Bestände bestmöglich zu reduzieren", sagt Dr. Reinhard Geissbauer, Geschäftsführer von PRTM Management Consultants.
75% der Befragten haben Unterstützungsmaßnahmen für notleidende Lieferanten unternommen. Knapp die Hälfte (45%) gibt an, strategisch wichtigen Lieferanten finanziell geholfen zu haben. "Die Unternehmen geben der Stabilisierung des eigenen Lieferantennetzwerkes eine hohe Priorität. Dafür sind sie auch bereit, Lieferanten finanziell zu unterstützen", erklärt Geissbauer.
Die Studie zeigt eine Tendenz des "Insourcings". Damit soll auf Nachfrageschwankungen flexibler reagiert und die eigenen Fertigungsstätten besser ausgelastet werden. Jedes dritte Automobil- und Maschinenbauunternehmen (27%) verfolgt diesen Ansatz. "Was sich im Aufschwung rechnete, kann sich angesichts des scharfen Nachfrageeinbruchs negativ auf das Unternehmensergebnis auszuwirken. Deshalb kann es aus Flexibilitäts- und Kostengründen sinnvoll sein, Outsourcing-Entscheidungen zu revidieren", sagt Studienleiter Michael D'heur, Principal bei PRTM.
Auftrieb erhält die Tendenz, über margenbessere Serviceangebote zusätzliches Geschäft zu generieren. Jedes dritte Unternehmen (29%) will über zusätzliche produktbezogene Dienstleistungen wie Wartung, Zubehör und differenzierte Logistikdienstleistungen Umsatzrückgänge kompensieren.
| Bericht: | PRTM Management Consultants GmbH |
| Quelle: | www.presseportal.de |
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