Mittwoch, 03. Juni 2009
Die SPD stellt vor einer möglichen Staatsbürgschaft für den angeschlagenen Karstadt-Mutterkonzern Arcandor Bedingungen. "Wir wollen helfen, aber dazu müssen auch die Arcandor-Eigentümer ihren Beitrag leisten", sagte ...
Essen (ots) - Die SPD stellt vor einer möglichen Staatsbürgschaft für den angeschlagenen Karstadt-Mutterkonzern Arcandor Bedingungen. "Wir wollen helfen, aber dazu müssen auch die Arcandor-Eigentümer ihren Beitrag leisten", sagte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß der Essener WAZ-Gruppe (Mittwochausgabe) mit Blick auf Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz und die Privatbank Sal. Oppenheim. Arcandor-Gesamtbetriebsratschef Hellmut Patzelt warb erneut eindringlich für Staatshilfen, um die drohende Insolvenz abzuwenden. "Wir erfüllen die Kriterien für eine Bürgschaft", sagte Patzelt der WAZ-Gruppe. "Unsere existenziellen Probleme sind erst durch die Bankenkrise entstanden." Die Belegschaft habe bislang 820 000 Unterschriften bei Kunden gesammelt, berichtete der Gesamtbetriebsratschef. In den kommenden Tagen wolle man die Millionen-Marke überschreiten, fügte er hinzu. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) habe er um einen Gesprächstermin geben. Zu Warnungen aus Union und FDP, der Steuerzahler dürfe nicht für Managementfehler bezahlen, sagte Patzelt: "Bürgschaften sind nicht für die Manager, sondern für die Menschen. Wir haben akut mehr als 50 000 Arbeitsplätze in Gefahr."
| Bericht: | Westdeutsche Allgemeine Zeitung |
| Quelle: | www.presseportal.de |
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