Freitag, den 29. Mai 2009 um 10:19 Uhr
Die Stahlpreise in Mitteleuropa sanken im 1. Quartal 2009 gegenüber dem 4. Quartal 2008 durchschnittlich um 15 Prozent. Dies belegt die aktuelle Auswertung "Preisspiegel Rohstoffe" des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), ...
Frankfurt am Main (ots) - Die Stahlpreise in Mitteleuropa sanken im 1. Quartal 2009 gegenüber dem 4. Quartal 2008 durchschnittlich um 15 Prozent. Dies belegt die aktuelle Auswertung "Preisspiegel Rohstoffe" des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt/Main. Die Kontraktpreise fielen um 50 bis 100 Euro pro Tonne. "Die Verhandlungsposition der Einkaufsabteilungen gegenüber den Stahlproduzenten hat sich durch die Finanzkrise erheblich gebessert", betont BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt. Optimierungspotenzial bestehe jedoch insbesondere für mittelständische Unternehmen. Viele KMU erzielten in Preisverhandlungen mit Stahlhändlern und -produzenten keine optimalen Ergebnisse. Die Preisdifferenzen zwischen einzelnen Firmen betragen bei vergleichbaren Mengen laut Hildebrandt bis zu 25 Prozent.
Daher gelte es für Unternehmen aller Branchen und Sektoren, verstärkt Benchmarks als Analysetool einzusetzen. "Was nicht gemessen wird, findet auch keine Berücksichtigung im Entscheidungsfindungsprozess", so Hildebrandt.
BME-Preisspiegel "Rohstoffe"
Der BME kooperiert mit Rohstoffexperten und erstellt Preisindizes und Prognosen für ausgewählte Rohstoffe und Energien. Die Commodities sind aufgeteilt in:
- Industriemetalle (Aluminium, Kupfer, Stahlschrott, Nickel, Zinn,
Zink, Molybdän)
- Edelmetalle (Gold, Platin, Palladium, Silber)
- Energie und Frachten (Rohöl, Kohle, Kohlenstoff, Strom,
Bulk-Frachten)
- Kunststoffe (Polyethylen, Polypropylen)
- Währungen (Euro zu US-Dollar, Yen, Yuan, Real)
Auswertungsverfahren: Pro Produkt wird ein Chart mit der Preisentwicklung für das aktuelle Quartal und einer Prognose für das nachfolgende Quartal sowie einem erklärenden Kommentar erstellt. Die Aussagen basieren auf Expertisen von Spezialisten aus dem Rohstoffbereich (Rohstoffeinkäufer, Händler, Banker und Broker). Zudem fließen Daten aus den BME-Preisbenchmarks und dem Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) ein. Der Preisspiegel erscheint vierteljährlich.
Bezug:
Einzelpreis:490 Euro; BME-Mitglieder: 340 Euro; jeweils zzgl. MwSt.
Jahresabonnement: 1.280 Euro; BME-Mitglieder: 980 Euro; jeweils zzgl.
MwSt.
| Bericht: | Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. |
| Quelle: | www.presseportal.de |
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